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  • Vorfeiertage sind keine Feiertage
Datum:27.12.2016 - 22:48
Autor: Admin
Links: nicht verfügbar

Weihnachten und Silvester sind die einzigen Vorfeiertage im Jahr. Vorfeiertage sind tarifrechtlich betrachtet keine Feiertage. Denn für Vorfeiertage gelten andere Ausgleichsregelungen als für Feiertage.
Die Vorfeiertage fallen im alten Jahr 2016 auf einen Samstag.
 Beschäftigte, die innerhalb eines Jahres faktisch an jedem Tag einer Woche arbeiten, erhalten - anders als bei den Feiertagen - für den 24.12.2016 und den 31.12.2016 trotzdem eine Arbeitszeitverkürzung oder einen Freizeitausgleich. Anders allerdings als bei den Feiertagen wird bei diesen zwischen denen unterschieden, die frei haben, und denen, die arbeiten müssen.
Diejenigen, deren freier Tag auf den Vorfeiertag fällt, erhalten nämlich in der Woche, in der der Vorfeiertag liegt, eine Arbeitszeitverkürzung in Höhe der Stunden, die sie hätten arbeiten müssen, wenn sie kein Frei gehabt hätten. Die Verkürzung der regelmäßigen Arbeitszeit ist in der entsprechenden Woche i.d.R. durch einen zusätzlichen freien Tag im Rahmendienstplan (in der Regel die erste Zeile eines Dienstplanes) einzuplanen. Da nicht alle in der entsprechenden Woche frei kriegen können, wird ihnen (i.d.R. in der zweiten Zeile des Dienstplanes) ein Dienst eingetragen, so dass sie in der entsprechenden Woche mehr arbeiten, als sie hätten arbeiten müssen. Am Ende der Woche werden daraus Mehrarbeits- oder Überstunden, die innerhalb einer Frist von vier Wochen bzw. innerhalb eines Kalendermonats durch Freizeit wieder ausgeglichen werden müssen. Ist auch das nicht möglich, sind diese Stunden zwingend zu bezahlen oder - soweit vorhanden - auf Wunsch des Beschäftigten auf ein Arbeitszeitkonto zu buchen.
Diejenigen, die am 24.12.2016 bzw. am 31.12.2016 nicht dienstplanmäßig frei haben sondern arbeiten, müssen bis zum Ende der folgenden drei Monate zwingend einen Freizeitausgleich erhalten. Eine Auszahlung ist nicht vorgesehen.
Alle anderen Beschäftigten, die an den genannten Vorfeiertagen arbeiten müssen (z.B. Wochenendkräfte) erhalten ebenfalls einen Freizeitausgleich innerhalb der folgenden drei Monate. Eine Arbeitszeitverkürzung ist für diese Beschäftigten nicht vorgesehen, wenn sie am 24.12.2016 bzw. am 31.12.2016 frei haben.

Im neuen Jahr 2017 fallen Heiligabend und Sylvester auf einen Sonntag. Dafür gibt es für keinen Beschäftigten zusätzliche Freizeit.

Bei Feiertagen wird - anders als bei den Vorfeiertagen - zwischen denjenigen Beschäftigten unterschieden, die Schicht- oder Wechselschichtdienste an allen Tagen einer Woche [über das ganze Jahr betrachtet] leisten und denjenigen Beschäftigten, die nur in einer Schicht oder an festen Tagen einer Woche tätig sind.
Schicht- und Wechselschichtdienstleisten erhalten für jeden Feiertag, der auf einen Wochentag fällt (Montag bis Freitag) eine Arbeitszeitverkürzung in Höhe von einem Fünftel ihrer individuellen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit.
Die anderen Beschäftigten erhalten für jeden Feiertag, der auf einen Werktag (Montag bis Samstag)
fällt und an dem sie arbeiten müssen, innerhalb der folgenden drei Monate einen freien Tag. Anders als bei den Vorfeiertagen ist die Frist nicht zwingend.  Wird in den folgenden drei Monaten kein Freizeitausgleich gewährt, sind die Stunden zu bezahlen oder  - soweit vorhanden - auf Wunsch des Beschäftigten auf ein Arbeitszeitkonto zu buchen.

Wohl und Wehe für diejenigen Beschäftigten, die für die Dienstplanung zuständig sind.  ;-)

Ausgleichsregelungen für Feiertage und Vorfeiertage 2017....

Ausgleichsregelungen für Feiertage und Vorfeiertage 2016....





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